Ob Chiasamen, Macapulver oder Gojibeeren – Superfoods sind derzeit die Trendlebensmittel schlechthin. Als Superfood gelten Lebensmittel, die einen überdurchschnittlich hohen Gehalt an gesundheitsförderlichen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen oder Antioxidantien haben.

Grenzenlos

Es gibt kaum ein Rezept, das nicht durch die meist exotischen Vitaminbomben aufgewertet werden kann. Im morgendlichen Müsli, in Smoothies und beim Backen, in süßen oder herzhaften Speisen, bei rohköstlicher Ernährung oder Mischkost – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und die leckeren Beerchen und Pülverchen können jedem Gericht schnell und einfach das gewisse Etwas verleihen. Beworben werden die Powerfoods etwa mit einem außerordentlich hohen Gehalt an Vitamin C, einer hohen Dosis an Antioxidanien oder einer einzigartigen Nährstoffdichte.

Mehr Schein als Sein?!

Der enorme Boom der Superfoods lässt den Anschein erwecken, als ob herkömmliche Lebensmittel nicht mehr ausreichen, um den Körper optimal zu versorgen. Das stimmt aber nicht! Heimische Obst- und Gemüsesorten sind nach wie vor vollkommen ausreichend für eine optimale Nährstoffversorgung. Viele heimische Lebensmittel wie Heidelbeeren, rote Bete, Spinat und Brokkoli können es sogar leicht mit der exotischen Konkurrenz aufnehmen, da sie ähnlich hohe Nährstoffgehalte haben.

Wieso essen wir dann überhaupt Superfoods?

Niemand ist auf eine Superdosis an Vitaminen angewiesen. Wieso aber greifen wir dann immer häufiger zu den sogenannten Superfoods, wenn eine ausgewogene pflanzliche Ernährung uns doch ausreichend mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgen kann?
Ganz einfach: In erster Linie wegen ihrem Geschmack. Die Exoten bringen Abwechslung und Farbe in die Küche. Sie erinnern an Urlaub in fernen Ländern und lassen uns für einen kurzen Moment den Alltagsstress vergessen. Außerdem haben einige der Powerpflanzen zusätzliche nützliche Eigenschaften wie Quellfähigkeit, sodass auf künstliche Verdickungsmittel verzichtet werden kann. Obwohl keine Notwendigkeit für die kleinen Kraftpakete besteht, haben sie also durchaus ihre Berechtigung und ihren Wert!

Neugierig geworden?

Dann probiere Dich gern durch die unglaubliche Vielfalt der Superfoods und lasse Dich auf eine spannende Entdeckungsreise ein. Nähere Infos zu einzelnen Superfoods, wie ewa Matcha, findest Du auf meinem Blog. Behalte eins aber immer im Kopf: Die Natur liefert uns auch vor der eigenen Haustür eine Vielzahl an Schätzen, die darauf warten, unsere Küchen zu bereichern.

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Wie auf Wolken…

Sommer, Sonne &…. richtig: Kuchen! Oder besser gesagt Torte. Die „Pink Raspberry Dream“ Rohkosttorte vereint alles, wonach wir uns in der warmen Jahreszeit sehnen: Zartweißes Kokosmus beschert Urlaubsgefühle, die saftigen Himbeeren sorgen für herrliche Erfrischung, Datteln bringen die notwendige Süße, die essbaren Blüten einen Hauch von Luxus. Die Torte benötigt für die Zubereitung etwas Zeit, kann jedoch super vorbereitet werden und ist das Highlight mit Wow-Effekt auf jeder Sommerparty!

Pink Raspberry Dream

ZUBEREITUNGSZEIT ca. 30 Minuten
plus Einweichzeit über Nacht
und Kühlzeit ca. 3 Stunden
ZUTATEN für eine kleine Springform (⌀ 18 cm)

Für die Creme-Schichten:
100 g Cashewkerne*
150 g Macadamianüsse
350 g Himbeeren
80 ml Wasser
200 g Kokosmus
½ Bio-Zitrone
½ TL gemahlene Vanille
1 Prise Meersalz
5 EL Apfeldicksaft
1 EL essbare, getrocknete Blüten

Für den Boden:
120 g Datteln*
80 g Cashewkerne*
½ TL gemahlene Vanille
1 Prise Meersalz
1 EL Kakaonibs
1 EL flüssiges Kokosöl

So wird’s gemacht:

  1. Für die Creme 100 g Cashewkerne und die Macadamianüsse über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen.
  2. Am nächsten Tag für den Boden die Datteln mit den uneingeweichten Cashewkernen, gemahlener Vanille und Meersalz im Multizerkleinerer oder Mixer zu einer krümeligen Masse hacken. Kakaonibs und flüssiges Kokosöl zugeben, in eine kleine Springform geben und zu einem Boden festdrücken.
  3. 200 g Himbeeren pürieren und durch ein feines Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen. Kokosmus schmelzen. Schale der Bio-Zitrone fein abreiben.
  4. Cashewkerne und Macadamianüsse abgießen. Etwa 2/3 der Nüsse mit Wasser, 100 ml geschmolzenem Kokosmus, Zitronenabrieb, gemahlener Vanille, Prise Salz und 3 El Apfeldicksaft zu einer cremigen Masse pürieren, 100 g Himbeeren unterheben, auf den Boden streichen und kurz ins Gefrierfach stellen.
  5. Die restlichen Nüsse mit 100 ml geschmolzenem Kokosmus, 2 El Apfelsüße und dem Himbeermark pürieren, auf die helle Cremeschicht gießen, glatt streichen und im Kühlschrank ca. zwei bis drei Stunden gut durchkühlen lassen.
  6. Die Torte aus der Form lösen, mit den restlichen Himbeeren (50 g) und den Blüten garnieren und genießen.

Hinweise: Falls das geschmolzene Kokosmus zu dickflüssig ist, kann noch etwas Kokosöl zugegeben werden. Am nächsten Tag ist die Torte durchgezogen und schmeckt fast noch besser.

Variationen: Statt Himbeeren können auch Kirschen, Erdbeeren, Mango usw. verwendet werden.

 

 

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Gib Dir die Kugel…

und zwar die leckeren Powerkugeln, die Dich schnell mit Energie versorgen, wenn’s drauf ankommt. Ob im Job, im Alltag oder beim Sport – die kleinen Energiebällchen passen zu fast jeder Gelegenheit und sind selbst bei Kindern eine beliebte und gleichzeitig gesunde Nascherei. Diese zweite Variante verbindet süßliche Erdmandeln mit knackigen Mandeln und würzigem Zimt zu einem fruchtig-orientalischen Genuss. Wer es lieber etwas säuerlich und stückiger mag, tastet sich erstmal über die Variante 1 mit Cranberries und Kürbiskernen heran, doch ein kleiner Tipp aus Erfahrung: Versuche am besten gar nicht, Dich für eine Variante zu entscheiden, sondern mache gleich beide. Du wirst sehen, sie werden nicht alt werden, da sie einfach viel zu lecker sind und schneller im Mund verschwinden, als Du schauen kannst…

Mandel-Duo mit Zimt

ZUBEREITUNGSZEIT ca. 15 Minuten
ZUTATEN für ca. 16 Kugeln

220 g entsteinte Datteln*
30 g Mandeln
30 g gemahlene Erdmandeln*
1 Tl Ceylonzimt
1 El Kakaopulver, Matcha oder Kokosraspel zum Wälzen

So wird’s gemacht:

  1. Datteln grob hacken und mit Mandeln, gemahlenen Erdmandeln und Zimt im Multizerkleinerer solange mixen, bis keine Stückchen mehr vorhanden sind.
  2. Je einen Teelöffel von der Masse abnehmen und mit den Händen zu gleichmäßigen Kugeln formen. Nach Belieben in Kokosraspeln, Kakao oder Matcha wälzen.

Hinweise: Je nach Feuchtigkeit der Datteln kann es vorkommen, dass die Masse noch zu bröckelig ist. Dann einige Datteln mehr pürieren und zugeben oder einen Esslöffel Kokosöl unterrühren. Die Powerkugeln können luftdicht verschlossen mehrere Wochen aufbewahrt werden.

powerkugeln

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Du bist auf der Suche nach einer gesunden Möglichkeit, um den Tag zu versüßen? Ich verspreche Dir, ich habe die passende Lösung dafür, nämlich leckere Powerkugeln und zwar gleich in zwei Varianten! Die hier vorgestellte Variante 1 ist mit Cranberries und Kürbiskernen verfeinert; Variante 2 kombiniert zweierlei Mandeln mit orientalischem Zimt. Beide Sorten sind schnell und einfach herzustellen, benötigen nur wenige Zutaten und können gut auf Vorrat zubereitet werden, sodass sie beim nächsten Süßhunger gleich parat stehen und man nicht doch zum Schokoriegel greift. Egal, für welche Sorte Du dich entscheidest – sie sind beide unschlagbar lecker. Probiere es aus!

Cranberry-Kürbiskern

ZUBEREITUNGSZEIT ca. 15 Minuten

ZUTATEN für ca. 16 Kugeln

120 g entsteinte Datteln*
1 Tl gemahlene Vanille
100 getrocknete Cranberries*
80 g Kürbiskerne

So wird’s gemacht:

  1. Datteln grob hacken und mit Vanille im Multizerkleinerer mixen. Anschließend Cranberries und Kürbiskerne hinzugeben, noch einmal kurz mixen, sodass die Kürbiskerne und Cranberries jedoch noch leicht stückig sind.
  2. Je einen Teelöffel von der Masse abnehmen und mit den Händen zu gleichmäßigen Kugeln formen.

Variationen: Statt Cranberries und Kürbiskernen können sämtliche andere Trockenfrüchte und Nüsse wie Berberitzen oder Gojibeeren und Cashewkerne oder Hanfsamen verwendet werden. Nach Belieben kann zusätzlich 1 Tl Superfoods, wie Matcha, Maca oder Lucuma zugefügt werden.

Hinweise: Je nach Feuchtigkeit der Datteln kann es vorkommen, dass die Masse noch zu bröckelig ist. Dann einige Datteln mehr pürieren und zugeben oder einen Esslöffel Kokosöl unterrühren. Die Powerkugeln können luftdicht verschlossen mehrere Wochen aufbewahrt werden.

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Die Rezepte in Free Your Food sowie hier auf dem Blog bestehen zum Großteil aus frischem Obst und Gemüse. Damit möglichst keine Lebensmittel wegen Verderb entsorgt werden müssen, wird nun ein kleiner Überblick zur Handhabung von frischen Lebensmitteln gegeben.

Reifegrad beachten

Nicht alle Obst- und Gemüsesorten reifen nach der Ernte nach. Abhängig ist dies davon, ob die Früchte das Reifegas Ethylen ausstoßen oder nicht. Zu den nachreifenden Früchten gehören z. B. Äpfel, Bananen, Birnen, Kiwis, Melonen, Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen, Zwetschgen und Avocados. Bei Beeren, Zucchini, Auberginen, Gurken, Paprika, Trauben, Zitrusfrüchten, Blatt-, Kohl-, Wurzel- und Knollengemüse ist bereits beim Einkaufen darauf zu achten, reife Exemplare auszuwählen, da sie nicht mehr nachreifen. Früchte, die nachreifen, sollten nicht neben nicht-nachreifenden Sorten gelagert werden, da dies zu vorzeitigem Verderb führen kann.

Was gehört in den Kühlschrank?

Viele Obst- und Gemüsesorten verderben im Sommer schnell, wenn sie bei Raumtemperatur gelagert werden. Deshalb ist es besser, Äpfel, Beeren, Salate und Co. im Gemüsefach des Kühlschranks zu lagern. Allerdings mögen nicht alle Sorten die Kälte. Vor allem Südfrüchte wie Bananen und Ananas sind warme Temperaturen gewohnt und sollten lieber bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Gurken, Tomaten und Zucchini sind ebenso außerhalb des Kühlschranks besser aufgehoben.

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Maca ist neben Chiasamen und Gojibeeren vermutlich eines der bekanntesten Superfoods und hat die Supermarktregale in den vergangenen Monaten im Nu erobert. Die wertvolle Pflanze, die in ihrem Aussehen einer knollenförmigen Pastinake ähnelt, wird seit Jahrhunderten von den Inka im Hochland von Peru kultiviert und hoch geschätzt. In Deutschland ist sie in der Regel nur in getrockneter und pulverisierter Form erhältlich, teils sogar direkt in Kapseln zum Einnehmen verpackt.

Wirkungen von Maca

Der cremefarbenen Wurzelknolle wird eine Vielzahl an Wirkungen nachgesagt, z. B. soll sie

  • mehr Kraft und Energie beim Sport liefern,
  • zu schnellerem Muskelwachstum verhelfen,
  • die notwendigen Regenerationszeiten zwischen Sporteinheiten verringern,
  • Wechseljahrbeschwerden lindern,
  • die Stimmung aufhellen und sogar
  • die Potenz und Libido fördern.

Ein wissenschaftlicher Nachweis über diese Wirkungen existiert – wie bei den meisten anderen Superfoods – derzeit nicht. Dennoch spricht einiges dafür, das feine Pulver gelegentlich in den Alltag zu integrieren, denn Maca kann auf jeden Fall mit seinen Inhaltsstoffen (u. a. Eisen, Calcium, Magnesium, Zink, diverse Vitamine) und geschmacklich voll überzeugen.

Geschmack und Verwendung  von Maca

Selbstverständlich weißt jedes Lebensmittel einen vollkommen einzigartigen Geschmack auf, was es schwer macht, die entsprechenden Eigenschaften zu beschreiben. Dennoch wird oft gesagt, dass Maca geschmacklich an Vanille erinnert und zudem eine dezente Süße hat. Wie dem auch sei ist es am einfachsten, das feine Pulver einfach mal zu probieren und sich selbst sein Urteil darüber zu bilden, aber Achtung: Es gibt enorme Qualitäts- und somit auch Preisunterschiede. Ich empfehle auf jeden Fall darauf zu achten, dass das Macapulver rohköstlich ist. Nur dann ist gewährleistet, dass die wertvollen Inhaltsstoffe der Macawurzel auch vollständig im Produkt enthalten sind.

Die Süße und die besondere Note des peruanischen Wurzelgemüse kommen super in fruchtigen oder grünen Smoothies und im Frühstücksmüsli zum Tragen. Macapulver kann jedoch auch beim Backen dem Mehl beigemischt werden, beispielsweise für Kekse. Besonders wärmend für die Wintermonate ist eine gewürzte heiße Schokolade mit Zimt, etwas Maca und nach Belieben einer kleinen Prise Chili. Probiere es aus!

 

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