Alles Glanz und Gloria…?

Absolut nicht, denn während der Planung und Umsetzung meines Projekts gab es immer wieder Rückschläge und es ging nicht selten auch ordentlich was schief. Ich habe mir gedacht, dass es für euch vielleicht ganz spannend ist, auch diese Seiten kennenzulernen, da diese den Leserninnen und Lesern oft vorenthalten werden, dabei sind genau das die Punkte, die ein Projekt ansprechend und authentisch machen.

Die Story von der alten Kamera

Bevor ich mich an verschiedene Verlage gewandt hatte, wollte ich mir eine solide Basis schaffen und bereits eine kleinere Anzahl an Rezepten inklusive Bildern sammeln, damit ich auch entsprechend etwas vorlegen kann. Gesagt, getan und so waren bereits knapp 15 Rezepte vollständig realisiert, mit denen ich meine Projektidee verschiedenen Verlagen vorstellte. Während ich auf die Rückmeldungen wartete, habe ich fleißig weitergearbeitet und weitere Fotos gemacht. Einige Wochen später kam dann die Antwort von meinem jetzigen Verlag und die Einladung zu einem persönlichen Kennenlernen. Nachdem ich mit unterschriebenem Vertrag von dem Treffen wieder heimgekehrt bin, kam dann jedoch bald eine schlechte Nachricht: Meine Bilder wären zwar gestalterisch gut, allerdings würde die Bildauflösung meiner bis dahin heiß geliebten, aber im technischen Zeitalter durchaus älteren Lumixkamara nicht für einen Buchdruck ausreichen!

Diese Nachricht musste ich erstmal verdauen. Wo bitte sollte ich denn auf die Schnelle eine noch hochwertigere Kamera herbekommen? Schließlich kann ich nicht mal eben 1.800 € hinblättern. Wie es der Zufall wollte, hatte ich am selben Tag mit einer Freundin aus Irland geschrieben und ihr berichtet, dass ich gerade etwas geknickt bin wegen der Nachricht. Ohne zu zögern hat sie mir angeboten, mir ihre Kamera auszuleihen und sofort zuzusenden! Ich weiß nicht, was ich ohne sie gemacht hätte und bin so unglaublich dankbar darüber, so tolle Freunde zu haben! Somit war das Kameraproblem also gelöst und die Arbeit konnte weitergehen, auch wenn ich dadurch selbstverständlich nochmal von vorn beginnen und alle bisherigen Fotos nochmal neu machen musste.

Der Kampf gegen Wind und Sonne

Wenn das Wetter es nicht zugelassen hat rauszugehen, habe ich die Fotos in meinem Zimmer gemacht. Hier hatte ich nicht selten mit schlechtem Licht zu kämpfen, sodass ich mich recht schnell dazu entschieden habe, Lampenschirme zu kaufen, um bei trübem, regnerischem Wetter oder Dämmerung auch ohne Stativ einigermaßen ansehliche Bilder machen zu können. Da ich meist auf dem Boden fotografiere, stellt sich hier nur die Herausforderung, wie ich die Lampen am besten einstelle, sodass das Licht nicht von oben kommt, sondern auf gleicher Höhe wie das Motiv ist. Das Resultat dessen sind verbogene Drähte, die nur noch entfernt an Schirme erinnern… 😉

Wenn es jedoch trocken und freundlich war, bin ich mit voller Montur raus auf meinen Balkon gegangen, um die Gerichte dort abzulichten, einfach deshalb, weil die Ausleuchtung i. d. R. unkomplizierter ist. Soweit, so gut, wäre da nicht Wind und Sonne. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft ich die Beleuchtung an und aus gemacht habe, den Diffusor aufgestellt und wieder abgebaut habe, weil sich die Sonne nicht entscheiden konnte, ob sie scheinen soll oder nicht – und Schlagschatten sind nunmal echt nicht schön. Damit wären wir auch schon beim nächsten Thema, dem Wind, der mich viel Nerven gekostet hat. Entweder er hat den Diffusor davongeweht oder umgekippt (in dem Zusammenhang eine Frage an die Profis: Gibt es eine Möglichkeit, den irgendwie zu befestigen?!), meinen aufgestellten Hintergrund umgeweht und direkt auf mein Motiv befördert, das dann natürlich hinüber war oder schlicht meine Dekoration weggepustet. Kräuter, Blüten, selbst Beeren wurden wieder und wieder vom Wind davongetragen oder zumindest verschoben. Ich sage euch, das war wirklich herausfordernd!

Pannen

Positive Erfahrung überwiegt!

Trotz dieser Pannen (und einigen mehr), gelegentlichen Stimmungstiefs und Momenten der Verzweiflung: Die positiven Erfahrungen, die ich bei der Umsetzung des Projekts gemacht hatte, überwiegen maßlos! Ich hatte enorm viel Freude daran, kreativ zu sein, meine Ideen praktisch umzusetzen, sich verschiedenen Herausforderungen zu stellen, das Projekt voranschreiten zu sehen und schließlich das fertige Endergebnis in den Händen halten zu können. Danke an alle, die mich – auf welche Weise auch immer – auf meinem Weg hierhin unterstützt und bestärkt haben!!!

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Avocado im Dessert…?

Das klingt zunächst vielleicht ungewöhnlich, kennen die meisten Avocado doch nur herzhaft als würzige Guacamole oder auf dem Brot, doch glaubt mir, es geht auch anders. In diesem herrlich leichten Dessert “Mint Passion” übertrupfen sich die minzige Avocadocreme und säuerlich-süße Johannisbeeren Schicht um Schicht und das Beste: Das Dessert ist in weniger als 15 Minuten gezaubert. Also worauf wartet ihr noch…?

Mint Passion

ZUBEREITUNGSZEIT ca. 15 Minuten
ZUTATEN für ca. 2 Portionen

1 Avocado
1 Vanilleschote
2 EL Apfelsüße
100 g Lupinenjoghurt
2 Zweige Pfefferminze
2 TL Zitronensaft
200 g Johannisbeeren

Und so wird’s gemacht:

1) Avocado halbieren, vom Stein befreien und Fruchtfleisch aus der Schale lösen. Vanilleschote längs einritzen, das Mark ausschaben. Mit Apfelsüße, Avocado, Joghurt, Pfefferminzblättchen und Zitronensaft fein pürieren.
2) Johannisbeeren von den Rispen lösen. Minzcreme und Johannisbeeren abwechselnd in Gläser schichten. Mit Minzblättchen und Johannisbeerrispen garnieren.

Variante: Für eine Schoko-Avocado-Creme 2 TL Kakaonibs unter die fertig pürierte Avocado-Joghurt-Creme rühren. Ansonsten wie beschrieben verfahren.

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