Chia Samen sind sehr vielfältig in den Kochalltag zu integrieren. Am einfachsten und beliebtesten ist jedoch mit Abstand der klassische Chia Pudding, der sich beliebig variieren lässt.

Frühstück oder Dessert, das ist beim geschichteten Matcha-Chiapudding im Glas die Frage.
Das heutige Chia Samen Rezept eignet sich mit nur minimalen Anpassungen nämlich für beide Kategorien. In der Variante, wie es im Rezept unten steht, empfehle ich es als Frühstück, da es von der Menge her so ausgerichtet ist, dass es gut sättigt. Wenn das Rezept als Dessert-Inspiration dient, dann reichen die angegeben Zutaten für ca. 4 Portionen. Außerdem rate ich in diesem Fall zur Verwendung von Kokosjoghurt, da dieser gehaltvoller, cremiger und ein wenig Mascarpone-ähnlich ist, nur eben vegan. Zudem sollte die Creme dann bei Bedarf ein wenig stärker gesüßt werden, da die meisten Menschen ein Dessert doch mit einer süßen Sünde verbinden. Fühlt Euch also frei, das Chia Samen Rezept ein wenig abzuwandeln und z. B. mit dem Obst zu kombinieren, das gerade in Eurer Obstschale liegt.

Geschichtetes Matcha-Chia-Frühstück mit Heidelbeeren


Zubereitungszeit ca. 20 Minuten
Zutaten für ca. 2 Portionen

150 ml Pflanzendrink
2 EL Chia Samen
350 g Joghurtalternative nach Wahl, z. B. Kokos, Mandel
1-2 TL Matcha for Cooking*
1/2 Zitrone
optional 1 EL Ahornsirup*
Obst nach Wahl, z. B. 2 Passionsfrüchte und 150 g Heidelbeeren

Zubereitung:

  1. Pflanzendrink mit Chiasamen vermengen und ca. 15 Minuten quellen lassen. Dabei zwischendurch mehrfach umrühren.
  2. Joghurtalternative nach Wahl mit Matcha for Cooking, Saft der Zitrone und Ahornsirup glattrühren. Wenn dir die Konsistenz noch einw enig zu fest ist (abhängig vom verwendeten Joghurt), dann kann mit ein wenig Pflanzendrink nachgeholfen werden.
  3. Die Hälfte des Matcha-Joghurts nun auf zwei Gläser oder Schüsseln verteilen. Den Chiasamen-Pudding darauf verteilen und anschließend mit der restlichen Matchacreme bedecken. Nun mit vorbereitetem, bei Bedarf zerkleinertem Obst nach Wahl garnieren und servieren.

Tipps:
Um Bröckchen beim Matcha zu vermeiden, empfehle ich, das Matcha Pulver durch ein Sieb in den Joghurt zu streichen.
Das geschichtete Matcha-Chiasamen-Frühstück kann auch problemlos am Vorabend zubereitet und über Nacht im Kühlschrank gelagert werden.

Du bist auf der Suche nach weiteren Rezeptinspirationen?

Hier auf Free your Food gibt es bereits eine große Auswahl an Gerichten, mit denen du dich durch den ganzen Tag schlemmen kannst. Von Frühstücksideen über Smoothies, Salate und Kuchen bis hin zu herzhaften Gerichten ist für jeden Geschmack das Richtige dabei. Als Hauptgerichte empfehle ich z. B. eine bunte Salatbowl mit Hafer-Karottenplätzchen oder Ofengemüse mit Hummus. Als Frühstück eignen sich wiederum eine bunte Himbeer-Chia-Bowl sowie ein Proteinporridge mit Granatapfel und Heidelbeeren. Zum Nachmittagskaffee oder Naschen zwischendurch eine Handvoll Kokos-Beeren-Müslicookies? Schaue dich gern auf meinen Rezeptseiten um!

 

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Matcha-Mango-Smoothiebowl

Wie ihr sicherlich bereits wisst, bin ich totaler Matcha-Fan und das schon seit langem. Deshalb habe ich damals auch einen meiner ersten Blogartikel dem Thema Matcha gewidmet (hier nachlesen). Trotzdem gibt es auch bei mir Phasen, in denen ich schlichtweg vergesse, wie toll Matcha ist und ihn nur selten trinke. Kürzlich ist er mir aber im Kühlschrank wieder in die Finger geraten und mir war klar, dass ich mal wieder etwas Tolles damit zaubern sollte. Herausgekommen ist diese wirklich sehr simple Mango-Matcha-Smoothiebowl, die selbst denen schmeckt, denen Matcha pur einfach zu herb und zu grasig ist. Probiert es aus: In Kombination mit Banane und Mango harmoniert er wirklich sehr gut und lässt euch erfrischt in den Tag starten.

Mango-Matcha-Smoothiebowl mit Toppings nach Wahl

Zubereitungszeit ca. 5 Minuten (+ ggf. zusätzlich Gefrierzeit)
Zutaten für ca. 2 Portionen

1 Mango (frisch oder gefroren)
1 Banane (frisch oder gefroren)
1-2 TL Matcha-Pulver*
200 ml Pflanzendrink nach Wahl

Als Topping:
eine Auswahl an Nüssen*,  Samen, Getreideflocken, gepufften Cerealien, frischem /
getrocknetem Obst*, Kokosraspel, Schokodrops uvm.

Zubereitung:

  1. Mango von Stein und Schale lösen. Banane schälen. Beides grob zerkleinern, mit Matcha-Pulver und Pflanzendrink nach Wahl cremig pürieren, bis keine Stücke mehr vorhanden sind.
  2. Den Matcha-Smoothie auf zwei Schalen verteilen. Anschließend die Mango-Matcha-Smoothiebowl mitToppings nach Wahl garnieren und sofort genießen.Hinweis: Besonders erfrischend und gut geeignet ist die Frühstücksidee, wenn das Mangofruchtfleisch und die geschälte Banane vorab tiefgefroren und in kaltem Zustand weiter verarbeitet werden.
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Ob Chiasamen, Macapulver oder Gojibeeren – Superfoods sind derzeit die Trendlebensmittel schlechthin. Als Superfood gelten Lebensmittel, die einen überdurchschnittlich hohen Gehalt an gesundheitsförderlichen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen oder Antioxidantien haben.

Grenzenlos

Es gibt kaum ein Rezept, das nicht durch die meist exotischen Vitaminbomben aufgewertet werden kann. Im morgendlichen Müsli, in Smoothies und beim Backen, in süßen oder herzhaften Speisen, bei rohköstlicher Ernährung oder Mischkost – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und die leckeren Beerchen und Pülverchen können jedem Gericht schnell und einfach das gewisse Etwas verleihen. Beworben werden die Powerfoods etwa mit einem außerordentlich hohen Gehalt an Vitamin C, einer hohen Dosis an Antioxidanien oder einer einzigartigen Nährstoffdichte.

Mehr Schein als Sein?!

Der enorme Boom der Superfoods lässt den Anschein erwecken, als ob herkömmliche Lebensmittel nicht mehr ausreichen, um den Körper optimal zu versorgen. Das stimmt aber nicht! Heimische Obst- und Gemüsesorten sind nach wie vor vollkommen ausreichend für eine optimale Nährstoffversorgung. Viele heimische Lebensmittel wie Heidelbeeren, rote Bete, Spinat und Brokkoli können es sogar leicht mit der exotischen Konkurrenz aufnehmen, da sie ähnlich hohe Nährstoffgehalte haben.

Wieso essen wir dann überhaupt Superfoods?

Niemand ist auf eine Superdosis an Vitaminen angewiesen. Wieso aber greifen wir dann immer häufiger zu den sogenannten Superfoods, wenn eine ausgewogene pflanzliche Ernährung uns doch ausreichend mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgen kann?
Ganz einfach: In erster Linie wegen ihrem Geschmack. Die Exoten bringen Abwechslung und Farbe in die Küche. Sie erinnern an Urlaub in fernen Ländern und lassen uns für einen kurzen Moment den Alltagsstress vergessen. Außerdem haben einige der Powerpflanzen zusätzliche nützliche Eigenschaften wie Quellfähigkeit, sodass auf künstliche Verdickungsmittel verzichtet werden kann. Obwohl keine Notwendigkeit für die kleinen Kraftpakete besteht, haben sie also durchaus ihre Berechtigung und ihren Wert!

Neugierig geworden?

Dann probiere Dich gern durch die unglaubliche Vielfalt der Superfoods und lasse Dich auf eine spannende Entdeckungsreise ein. Nähere Infos zu einzelnen Superfoods, wie ewa Matcha, findest Du auf meinem Blog. Behalte eins aber immer im Kopf: Die Natur liefert uns auch vor der eigenen Haustür eine Vielzahl an Schätzen, die darauf warten, unsere Küchen zu bereichern.

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Leuchtend grün, fein gemahlen, wohlschmeckend und unglaublich vitalisierend: Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, wird ihn lieben und nicht mehr darauf verzichten wollen… die Rede ist von Matcha*. Matcha, was soviel heißt wie gemahlener Tee, wird in einem aufwendigen Verfahren hergestellt und ist in Japan bereits seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Teekultur. In Deutschland hingegen hat das grüne Pulver erst in den letzten Jahren Akzeptanz und Wertschätzung erfahren. Seither nimmt die Zahl der Matcha-Addicts  – aus guten Gründen – jedoch kontinuierlich zu.

Der Exklusive

Der pulverisierte Grüntee wird traditionell in Japan gewonnen. Für seine Herstellung werden die Blätter der Tencha-Teepflanzen verwendet, die die letzten Wochen vor der Ernte beschattet werden. Durch die reduzierte Lichtzufuhr wird vermehrt der Pflanzenfarbstoff Chlorophyll gebildet, doch neben der charakteristischen Farbgebung ist die Beschattung auch für die Entwicklung des fein-aromatischen Geschmacks ausschlaggebend.
Hierbei gilt: Je länger die Beschattung, desto grüner die Farbe, desto milder der Geschmack und desto qualitativ hochwertiger der Tee. Das Schwierige dabei ist, dass der Lichtentzug Stress für die Teepflanze bedeutet, was dazu führt, dass sie nach einiger Zeit kaputt geht. Dies verdeutlicht die besondere Herausforderung für die Teebauern: Auf der einen Seite führt ein Mehr an Beschattung zu einer enormen Qualitätssteigerung, auf der anderen Seite steigt durch Herauszögern der Ernte das Risiko, dass die Pflanzen kaputt gehen und die Ernte vernichtet ist. Es erfordert daher eine enorme Kompetenz, die nur wenige Teebauern weltweit inne haben. Dieser komplexe Herstellungsprozess sowie die Tatsache, dass in einer Steinmühle pro Stunde nur ca. 40 g Tencha-Blätter zu Matcha gemahlen werden können, sind die ausschlaggebenden Punkte, weshalb Matcha einer der exklusivsten und teuersten Tees weltweit ist.

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Anders als bei herkömmlichen Tees, bei denen die Teeblätter mit heißem Wasser aufgegossen und dann wieder abgeseiht werden, wird für die Matchazubereitung das aus ganzen Teeblättern hergestellte Pulver verwendet. Dadurch ist gewährleistet, dass seine wertvollen Inhaltsstoffe komplett aufgenommen werden. Zu diesen zählen unter anderem Antioxidantien, die den Organismus vor Zellschäden schützen, sowie zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, die insbesondere durch die Beschattung in höheren Konzentrationen gebildet werden. Um diese weitgehend zu erhalten, wird empfohlen, den Matcha im Kühlschrank zu lagern, weil dadurch die Oxidation verhindert bzw. zumindest deutlich verlangsamt wird. Weiterhin enthält Matchapulver eine beachtliche Menge an Koffein, das im Gegensatz zu Kaffee nur langsam in die Blutbahn aufgenommen wird und somit langanhaltend für Energie, klare Gedanken und eine hohe Leistungsfähigkeit sorgt.

grün, grüner, Matcha ~ Qualitätsmerkmale

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach dem grünen Pulver wächst auch die Zahl der Anbieter am Markt enorm. So wird beispielsweise billiger Matcha aus China auf den Markt geschwemmt. Da das enorme Angebot es erschwert, den Überblick zu behalten und die qualitativ hochwertigen Sorten unter den vielen Mogelpackungen zu identifizieren, findest Du hier die wichtigsten Qualitätsmerkmale, auf die Du beim Kauf achten solltest.

Ein guter Matcha

  • kommt aus Japan
  • ist Bio-zertifiziert
  • hat eine leuchtend-grüne Farbe
  • ist mild im Geschmack
  • riecht angenehm

Ein Grundsatz gilt bei Matcha jedenfalls unbestritten: Qualität hat ihren Preis.
Je teurer der Matcha, desto höherwertiger und milder ist er!

 

Matchadeckel

 

Step-by-step zum perfekten Matcha

Genauso wie die Herstellung des deluxiösen Grünteepulvers will auch die Zubereitung gelernt sein, denn ganz so einfach wie einen Teebeutel in die Tasse zu hängen und mit kochendem Wasser zu übergießen ist es nicht! Keine Sorge, es ist nicht schwer, aber es gibt einfach einige Dinge zu beachten, damit der Matcha sein volles Aroma entfalten kann und die Teezeremonie zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis wird.

Zubehör:

  • Klingt vielleicht doof, ist aber so: Aus einer hübschen Matchaschale* schmeckt der Tee mindestens doppelt so gut. Wenn Du dich erst an Matcha herantastest, reicht selbstverständlich auch ein anderes Gefäß aus, Hauptsache es ist groß genug, um den Tee darin aufzuschlagen, aber auf lange Sicht lohnt sich die Investition in eine schöne Schale definitiv… oder zwei oder drei… 🙂
  • Unverzichtbar für die fein-cremige Matcha-Schaumkrone ist ein handgefertigter Bambusbesen*, auch Chasen genannt. Dieser wird am besten auf einem speziellen Besenhalter aufbewahrt.
  • Ideal zur genauen Dosierung des grünen Pulvers ist ein Bambuslöffel, alternativ geht natürlich auch ein herkömmlicher Teelöffel.
  • Damit sich keine Klümpchen bilden, sollte der Matcha vorab durch ein engmaschiges Sieb gestrichen werden.

Zubereitung:

  1. Möglichst weiches Wasser aufkochen und auf 80 °C abkühlen lassen.
  2. Zwischenzeitlich ca. zwei volle Bambuslöffel Matcha durch ein Sieb direkt in die Matchaschale streichen.
  3. Wenn das Wasser abgekühlt ist, den Bambusbesen anfeuchten, etwas Wasser (ca.100-150 ml)  zum Matcha in die Schale geben und mit auf-und-ab-Bewegungen den Matcha schaumig schlagen.
  4. Nachdem sich eine schöne Schaumkrone gebildet hat, die Schale mit mehr Wasser aufgefüllen.
  5. Sich Zeit nehmen, gemütlich hinsetzen, Augen schließen, Musik hören oder nette Gespräche führen und den aromatischen Matcha genießen!

Hinweis: Falls der Matcha bitter schmeckt, ist dies in aller Regel auf Aufgießen mit zu heißem Wasser oder schlichtweg eine zu hohe Dosierung zurückzuführen. Halte Dich nächstes Mal also einfach noch genauer an die oben beschriebenen Zubereitungsschritte, dann kann fast nichts mehr schief gehen!

Matchaschalen

Matcha-Latte & Co.

Traditionell wird Matcha wie oben beschrieben zubereitet: pur, nur Wasser und Matcha-Pulver, weiter nichts. Hierfür ist unbedingt ein qualitativ hochwertiger Matcha zu empfehlen, da sich pur genossen enorme Qualitätsunterschiede bemerkbar machen. Nichtsdestotrotz gibt es zahlreiche weitere Verwendungsmöglichkeiten, um das Grünteepulver in die Küche zu integrieren. Die bekannteste davon ist vermutlich die an die italienische Latte Macchiato angelehnte Matcha Latte*. Hierzu wird heiße (Pflanzen-)Milch, Matchatee und Milchschaum so in ein Glas gegeben, dass die drei Schichten sich nicht miteinander vermischen, sondern sich deutlich erkennbar voneinander abheben. Weitere Ideen sind das Beimischen in (grüne) Smoothies oder einfach das Drüberstreuen über das morgendliche Müsli, doch auch beim Backen findet das grüne Pulver Verwendung. Es kann dem Teig für Brötchen, Kuchen, Pancakes und mehr beigemischt werden und sorgt so für eine leuchtend grüne Farbe. Hierfür kann durchaus ein etwas weniger exklusives und preiswerteres Matchapulver verwendet werden, das oft unter der Bezeichnung Matcha for Cooking angeboten wird.

Wie Du sicher aus diesem Beitrag herauslesen konntest, bin ich ein kleiner Matchajunkie, der nicht mehr auf die tägliche Dosis Matcha verzichten möchte. Ich hoffe, ich konnte Dir einige wissenswerte Infos vermitteln und Dich vielleicht dazu inspirieren, das Kultgetränk – sofern nicht eh schon geschehen – auszuprobieren. Schau doch beim nächsten Einkaufsbummel einfach mal beim Teehändler deines Vertrauens vorbei. Dort wirst du auf Wunsch kompetent und individuell beraten und mit weiteren Hintergrundinformationen zu den einzelnen Qualitätsstufen versorgt. Ich bin mir sicher, so findet jeder den Matcha, der zu den eigenen Erwartungen und zum Portemonnaie passt.

Kleine Warnung noch am Rande: Matcha kann süchtig machen… 🙂

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