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Brrrr, ist das kalt hier! Da bekommt man gleich noch viel mehr Fernweh als ohnehin schon. Am vergangenen Wochenende habe ich meine ganzen Bilder durchgeschaut und festgestellt, dass es längst wieder an der Zeit ist, neue Reiseeindrücke mit euch zu teilen und was könnte da besser auf meinen Foodblog passen als unsere Teilnahme an einem original balinesischen Kochkurs?!

Nach den sehr ereignis- und actionreichen ersten Tagen, über die ich in Kürze berichten werde, war uns nach etwas Ruhigerem und da wir unbedingt wissen wollten, wie die superleckere Erdnusssauce zubereitet wird, haben wir uns entschieden, an einem Kochkurs teilzunehmen. Also machten wir uns auf die Suche nach einem vegetarischen Kursangebot und wurden in Ubud recht schnell fündig. Die Rezensionen sprachen für sich und so stand unser nächster Programmpunkt fest.

Kochkurs inmitten von Reisfeldern

Der Morgen hatte mit einem gemeinsamen Einkauf mit der Kursgruppe auf dem Markt begonnen, der von unserem Kursleiter persönlich begleitet wurde, bevor es dann zusammen zur Kursküche ging. Doch nicht irgendeine Küche – nein, es war eine offene Küche mit einem gigantischen Blick auf die sattgrünen umliegenden Reisfelder! Allein das war ein Erlebnis für sich, erst recht aber der super lockere Kursleiter, der einen Witz nach dem anderen riss und alle Teilnehmer verschiedenster Herkunftsländer zum Schmunzeln brachte.

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Original balinesische Küche

Nach einem Begrüßungsdrink gab es eine kurze Einweisung und Vorstellung der Rezepte und dann ging es auch schon los. Wir bereiteten verschiedene Würzpasten vor, die für die nachfolgenden Gerichte verwendet wurden Es gab ein buntes Gemüsecurry mit Zitronengras, gebratene Nudeln (Mie goreng) mit Gemüse, gegrillte Tofu-Tempeh-Saté-Spieße, besagte Erdnusssauce, im Bananenblatt eingewickelte und über Kokosschalen gegrille Austernpilze zu Basmatireis. Das Menü wurde durch Süßkartoffeln in Sirup und Eis abgerundet.

Was mir besonders gefallen hat, war, dass wir mit vielen frischen Zutaten gekocht haben und jede Gruppe jedes Gericht selbst zubereiten konnte. So weiß jeder genau, wie welches Rezept funktioniert und kann es problemlos zuhause nachkochen. Gewürze wurden in der Regel als Ganzes verwendet und erst unmittelbar vor der Zugabe gemörsert oder zerkleinert, wodurch wirklich das volle Aroma im Gericht landete.

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Kleiner Minuspunkt

In der indonesischen Küche kommt an fast jedes Gericht Sojasauce und es wird viel mit Erdnüssen gearbeitet. Wer eine Soja- oder Erdnussallergie hat, wird es dort also schwer haben. Da Erdnüsse mir persönlich aber keine Probleme bereiten und auch Sojasauce für mich gut verträglich ist (anders als Sojamilch oder Tofu), konnte ich den Kurs voll und ganz nutzen und das sehr schmackhafte Essen am Ende in gemeinsamer Runde genießen! Definitiv sehr zu empfehlen! Bei Bedarf kann ich gerne bald ein Rezept in ähnlicher Form nachkochen und online zur Verfügung stellen.

 

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floresfarmWie im ersten einführenden Teil meines Reiseberichts angekündigt, starte ich heute mit den eigentlichen Inhalten. Falls du die Einführung verpasst hast, hier kannst du nachlesen.

Nach einer langen Anreisezeit nach Jakarta stand direkt am ersten Tag ein Besuch in der Cashewfabrik des Bio-Unternehmens Flores Farm an, Meine Freundin Elisa und ich wurden von Lewi, dem Projektmanager vor Ort, der super freundlich und offen war, abgeholt. Bevor es zur Fabrik ging, kamen wir in den Genuss unseres ersten und – rückblickend betrachtet – besten indonesischen Gerichts unserer ganzen Reise. Auf die indonesische Küche werde ich zu einem späteren Zeitpunkt genauer eingehen, jedenfalls gingen wir gestärkt und voller Vorfreude weiter.

Rundgang durch die Cashewfabrik cashew

In der Cashewfabrik angekommen, gingen wir zuerst in die Büroräume, wo mehrere Teammitglieder zusammengerufen wurden und wir eine kurze Einführung in die Zuständigkeiten vor Ort, die Produktvielfalt und die alltäglichen Abläufe bekamen. Dort kamen wir neben Cashewkernen und wilden, gestreiften Erdnüssen in Rohkostqualität auch in den Genuss von leuchtend pinker, getrockneter Drachenfrucht, die sich auf der abendlichen, langwierigen Zugfahrt noch als rettende Notration herausstellte …

Anschließend machten wir einen Rundgang durch die verarbeitenden Räume, wo wir jeden der vielen einzelnen Arbeitsschritte erklärt bekamen und beobachten konnten.cashewkerne
Hier wird wirklich alles in Handarbeit gemacht, um die beste Qualität der Cashewkerne zu bewahren und nicht beispielsweise durch Hitzezufuhr aufgrund maschineller Verarbeitung Qualitätseinbußen zu riskieren. So wandert jede Cashewnuss durch viele, viele Hände, bis sie endlich fertig verpackt bei uns im Laden im Regal steht. Ein paar der Arbeitsschritte möchte ich kurz darstellen.

Schritt für Schritt von der Ernte bis zum Produkt im Regal

Nach der Ernte der Cashewfrucht wird der Kern von der Frucht gelöst. Der essbare Teil des Cashewkerns liegt jedoch durch eine dicke Schale geschützt im Inneren und muss erst durch Aufknacken der harten Schale und anschließendes Herauslösen freigelegt werden. Dies geschieht manuell und bedarf für jede Nuss mehrere Arbeitsschritte. Dabei brechen manche der Kerne entzwei, sodass im nächsten Schritt zwischen ganzen und halben bzw. gesplitterten Kernen sortiert wird, da für diese natürlich unterschiedliche Preise erzielt werden können.

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Danach wird die feine Haut, die den Kern umgibt (ähnlich wie bei Erdnüssen, nurfester anliegend) entfernt und Splitter und Schalenreste werden durch Abrubbeln mit Handtüchern entfernt. Anschließend findet eine schonende Trocknung im Ofen bei niedrigen Temperaturen statt. Nüsse, die erkennbare Mängel (Flecken usw.) haben, werden aussortiert, da diese den Geschmack verderben können, kleine „Schönheitsfehler“ werden mit einem Messer entfernt. Dadurch ist gewährleistet, dass nur Cashewkerne bester Qualität abgepackt werden. Die fertigen Cashewkerne werden dann abgewogen, abgefüllt, vakuumiert, verpackt, etikettiert und dann für den Export vorbereitet, da im Land selbst kein Markt für rohköstliche Bio-Cashews besteht.

Zusammenfassung der Eindrücke

Elisa und ich waren beide sehr über den enormen Aufwand überrascht. Uns war zwar klar, dass mehrere Arbeitsschritte notwendig sind, dass es aber so viele sind und jeder Cashewkern allei in der Cashewfabrik durch so viele verschiedene Hände wandert, damit hatten wir nicht gerechnet. Es war ein tolles Erlebnis, die Verarbeitung live vor Ort und auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden zu sehen und hat wieder bestätigt, dass der Preis für die Cashewkerne von Flores Farm sehr berechtigt ist. Klar, gibt es günstigere Anbieter. Bei diesem Unternehmen kann man sich aber sicher sein, dass man im Gegenzug dafür beste Qualität bekommt und ein gutes Gewissen haben kann, da die Menschen vor Ort nicht ausgebeutet, sondern partnerschaftlich behandelt und fair bezahlt werden. Ich hab es selbst gesehen. Wer nun Lust bekommen hat, die Cashewkerne zu probieren, der kann sie hier direkt bestellen oder geht in einen gut sortierten Bioladen.

In diesem Sinne frohes Knabbern. Der nächste Reisebericht über die Weltkulturerbe folgt bald.

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Seit einigen Tagen bin ich nach meiner dreieinhalb-wöchigen Indonesienreise wieder zurück im kalten Deutschland und der zwischenzeitliche erlebnisreiche Hamburg-Kurztrip ist (leider) auch schon wieder rum. Höchste Zeit also, dass ich damit beginne, euch etwas ausführlicher über meine Indonesienreise zu berichten und meine persönlichen Highlights mit euch zu teilen, bevor das Studium wieder voll losgeht.

Die Highlights meiner Indonesienreise

Ich habe mich entschieden, dabei weitgehend chronologisch vorzugehen und deswegen beginne ich auch mit dem Besuch der Cashewfabrik in Jakarta, die gleich am ersten Tag stattgefunden hat – und sogar der ausschlaggebende Grund dafür war, dass es mich dieses Jahr zum Backpacken nach Indonesien, statt wie zuvor geplant nach Thailand, verschlagen hat. Wie das?

Manchmal hat man eben Glück…

Ganz einfach: Kurz vor Weihnachten 2015 erreichte mich die freudige Nachricht, dass ich beim Gewinnspiel der Flores Farm anlässlich deren 10-jährigen Jubiläums den Hauptpreis gewonnen habe und zwar  eine 1-wöchige Reise nach Indonesien! Zuerst konnte ich es kaum glauben, viel zu oft hört man von Fake-Gewinnbenachrichtigungen und Abzockeversuchen, aber ich wusste, ich hatte bei dem Gewinnspiel mitgemacht und wie sich herausstellte, hatte daran wirklich alles Hand und Fuß!

Vom Reisen kann man nie genug haben!

Als kleine Weltenbummlerin war mir eine Woche natürlich viel zu wenig, nicht zuletzt in Anbetracht der doch nicht ganz geringen Flugdauer und auch der zahlreichen Inseln, die es vor Ort zu erkunden gibt. Also habe ich kurzerhand und auf eigene Kosten die Reisedauer ausgedehnt, was die beste Entscheidung war. Zu sehr hätte ich mich geärgert, dieses so vielseitige und zauberhafte Land bereits nach wenigen Tagen wieder verlassen zu müssen… Selbst nach fast vier Wochen habe ich noch immer den Eindruck, nur einen kleinen Teil erkundet zu haben und ich bin mir sicher, ich werde eines Tages zurückkehren und weitere Inseln bereisen. Soviel zur Vorgeschichte, nun aber wie angekündigt zu den Höhepunkten meiner Reise.

Ausführliche Reiseberichte

Den Anfang macht der Bericht über den Besuch auf der Cashewfabrik der Flores Farm in Jakarta.

Freue dich auf weitere Erlebnisse und Erzählungen, wie die Besichtigung zweier Weltkulturerbe, die Besteigung eines Vulkans vor Sonnenaufgang, die Teilnahme an einem balinesischen Kochkurs und vieles mehr. Die Reiseberichte werde ich in den nächsten Tagen erstellen und hier entsprechend verlinken. Bis dahin viel Freunde beim Lesen und ja, ich habe auch schon wieder Fernweh…

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