Porridge – kennt doch jeder… oder?

Porridge ist einer der Frühstücksklassiker schlechthin, doch wetten, dass die Kombination mit Möhren kaum jemand kennt? Möhren im Frühstück klingen vielleicht etwas ungewöhnlich, doch wenn man beim Kauen genau darauf achtet, stellt man fest, dass Möhren von Natur aus eine dezente Süße mitbringen und ideal auch für süßliche Speisen geeignet sind. Am deutlichsten wird dies wohl bei dem Klassiker Rüblikuchen erkennbar. Für die gesunde Extraportion Gemüse bereits am Morgen habe ich deshalb ein Rezept für ein Möhren-Porridge mit Nüssen für euch. Das Porridge ist klassischerweise auf Basis von Vollkornhaferflocken. Wer gern wissenswerte Infos zu Hafer lesen möchte, kann in meinem Blogbeitrag Hafer – ein absolutes Überraschungspaket einiges über dieses besondere Getreide erfahren. Jetzt aber ran ans Rezept und ran an den Kochtopf!

Möhren-Porridge mit Nüssen und Heidelbeeren

Zubereitungszeit ca. 15 Minuten
Zutaten für ca. 2 Portionen

200 g Möhren
1 Apfel
4 El Nüsse nach Wahl (z. B. Paranüsse, Walnüsse, Mandeln)
120 g zarte Haferflocken
500 ml Haferdrink
3 El getrocknete Cranberries*
½ Tl Zimt
1 Prise Salz
bei Bedarf etwas Agavendicksaft
1 Schale Heidelbeeren

Zubereitung
1) Konventionelle Möhren schälen, Bio-Möhren lediglich waschen und ungeschält weiterverarbeiten. Möhren und Apfel fein raspeln. 3 El Nüsse grob hacken.
2) Gehackten Nüsse, geraspelte Möhren und Äpfel mit Haferflocken, Haferdrink, Cranberries, Zimt und Salz in einen Topf geben, aufkochen und etwa 5 Minuten quellen lassen. Bei Bedarf mit Agavendicksaft süßen. Auf zwei Schale verteilen, mit den restlichen Nüssen und den Heidelbeeren garniert servieren.

Hinweis: Statt Möhren können auch Zucchini verwendet werden. Mit Süßkartoffeln werde ich es bei Gelegenheit bald ausprobieren.
Mir persönlich reicht die Süße aus Möhren, Apfel und Cranberries und ich verwende keinen Sirup zum zusätzlichen Nachsüßen. Dies ist aber natürlich jedem freigestellt.

17
Teilen

Superfoods sind immer so teuer, nicht überall erhältlich und werden von weit her eingeschippert? Als ob! Direkt vor unserer Haustür hält die Natur so einige heimische Superfoods (allg. definiert als Lebensmittel mit einer außergewöhnlich hohen Nährstoffzusammensetzung und einem hohen Gehalt an bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien) bereit. Neben Heidelbeeren, Hagebutten, Holunderbeeren, Brokkoli und Rote Bete gehört auch das in weiten Teilen Deutschlands angebaute Getreide Hafer dazu.

Hafer, echt jetzt – möglicherweise hat der eine oder die andere von euch genau diese Frage im Kopf. Um die unausgesprochenen Zweifel zu beseitigen, habe ich euch einige Punkte zusammengetragen, die  neben dem tollen Geschmack für das heimische Getreide sprechen.

  • Protein: Hafer gilt als eines unserer nährstoffreichsten Getreide. Besonders sein hoher Eiweißgehalt von etwa 13 g je 100 g Haferflocken macht es v. a. für Veganer zu einer wertvollen Proteinquelle. Doch nicht nur der Gesamtproteingehalt ist hervorzuheben, sondern auch die Qualität: Hafer enthält viele der essentielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die deshalb über die Nahrung aufgenommen werden müssen.
  • Energie: Hafer ist reich an komplexen Kohlenhydraten, die für eine langanhaltende Energiebereitstellung bei körperlicher Aktivität notwendig sind und den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen. Daher eignen sie sich ideal für Sportler und aktive Menschen.
  • Ungesättigte Fettsäuren: Der Großteil der etwa 7 g Fett in 100 g Hafer sind ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterin- und Blutfettspiegel positiv beeinflussen und für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine wichtig sind.
  • Vollkorn: Hafer wird als ganzes Korn weiterverarbeitet, weshalb Haferflocken und Co. immer hochwertige Vollkornprodukte sind. Die äußere Schicht des Korns enthält die meisten Nährstoffe. Da diese mitverarbeitet wird, ist gewährleistet, dass die aus Hafer hergestellten Erzeugnisse reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind.
  • Mineralstoffe & Spurenelemente: Das heimische Getreide enthält nennenswerte Mengen an Phosphor, Mangan, Magnesium, Eisen, Kalium, Calcium und Zink und hilft so, natürliche Vorgänge im Organismus am Laufen zu halten.
  • Vitamine: Hafer enthält insbesondere B-Vitamine und Vitamin E, welche ebenso für einen gesunden, funktionierenden Organismus wichtig sind.
  • Ballaststoffe: Pro 100 g Erzeugnis sind ca. 10 g Ballaststoffe enthalten, wodurch das Getreide auch in Hinblick auf die Magen-Darm-Gesundheit und das Verdauungssystem positiv zu bewerten ist.
  • Gluten: Hafer enthält von Natur aus nur sehr wenig Gluten und ist somit auch für Menschen, die Gluten meiden wollen, eine gute Alternative zu Weizen und Dinkel. (Allerdings ist Hafer oft mit glutenhaltigem Getreide verunreinigt, sodass Betroffene von Zöliakie nur Haferprodukte, die ausdrücklich als glutenfrei ausgezeichnet sind, zurückgreifen sollten. Diese werden nämlich zuerst im Labor geprüft, bevor sie in den Laden kommen, um eine ungewollte Kontamination auszuschließen bzw. zu gewährleisten, dass ein gewisser Grenzwert nicht überschritten wird. Individuell sind dennoch Reaktionen möglich!)
  • Variabilität: Hafer lässt sich sowohl zu herzhaften als auch süßen Gerichten verarbeiten. Neben klassischem Müsli, Porridge, Keksen und Co. aus Haferflocken lassen sich aus ganzen Haferkörnern auch leckere Salate, Aufläufe und zu Mehl verarbeitet auch Pancakes herstellen.
  • Preis: Hafer und daraus hergestellte Produkte sind selbst in Bio-Qualität sehr preiswert, was ihn zu einem idealen Lebensmittel für die tägliche Ernährung macht.

Ihr seht, Hafer kann in vielen Punkten problemlos mit vielen Exoten mithalten, ist nebenbei gut für die Ökobilanz, da er fast direkt vor der Haustür wächst und schont zudem den Geldbeutel. Falls ihr jetzt genauso Lust auf Hafer habt: Wie wäre es mit diesem tollen Möhrenporridge mit Nüssen und Heidelbeeren? Fix zubereitet, langanhaltend sättigend, aus günstigen Zutaten und am wichtigsten – es schmeckt einfach umwerfend!

6
Teilen